Wenn der Druck zu stark wird – Hilfe-Telefone für Kinder, Frauen, Eltern, Schwangere, Bürger in Krisen

Die „Nummer gegen Kummer“ Für Kinder und Jugendliche – 116 111

Informationen unter https://www.nummergegenkummer.de/kinder-und-jugendtelefon.html

Für Eltern – 0800 111 0550

Informationen unter https://www.nummergegenkummer.de/elterntelefon.html

Angesichts der Corona-Krise könnten Druck und Konflikte in Familien auch in Gewalt gegen Kinder und Jugendliche münden. Das Bundesfamilienministerium wird deshalb unter anderem die vorhandenen telefonischen Beratungsangebote stärken. Dazu gehören die „Nummer gegen Kummer“ (116 111) für Kinder und Jugendliche oder das Elterntelefon (0800 111 0550). Zudem werden im Netz niedrigschwellige Hilfsangebote für Kinder, Jugendliche und Eltern ausgebaut.  

Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ – 08000 116 016

Das bundesweite Hilfetelefon unter der kostenfreien Rufnummer 08000 116 016 leistet Erst- und Krisenunterstützung, bei Gewalt gegen Frauen gibt es hier Rat und Hilfe rund um die Uhr, anonym, in insgesamt 18 Sprachen, barrierefrei. Seit März 2013 wurden mehr als 200.000 Personen beraten, darunter auch Ratsuchende aus dem sozialen Umfeld gewaltbetroffener Frauen sowie Fachkräfte.

Das Hilfetelefon ist online zu erreichen unter www.hilfetelefon.de.

Hilfetelefon für „Schwangere in Not“ – 0800 40 40 020.

Psychologie-Studierende der Universität Kassel starten Corona-Krisentelefon – 0561/ 804-2882

Keine medizinische Beratung, aber Hilfe in Not: Kasseler Studierende bieten in Kooperation mit der Stadt Kassel ab dem 31. März allen Bürgern ein Sorgen-Telefon zur Corona- Krise an. Junge Expertinnen und Experten beraten bei Einsamkeit, Ängsten, Frustration oder praktischen Problemen. Die Telefonnummer ist zunächst montags bis freitags von 10-18 Uhr besetzt und vorläufig für sechs Wochen geschaltet. Weitere Informationen: https://www.uni-kassel.de/uni/aktuelles/meldung/post/de-tail/News/psychologie-studierende-starten-corona-krisentelefon/

Frankfurt: Goethe-Universität bietet Corona-Krisentelefon an – 069/ 798 46666

Mit diesem kostenlosen Angebot möchte die Uni Menschen helfen, die Rat suchen, um mit der belastenden Situation besser umgehen zu können. Betroffene können ab dem 30.03.2020 mit Therapeutinnen und Therapeuten über ihre Ängste und Möglichkeiten zur Überwindung von Belastungen reden. Montag bis Freitag jeweils 15-21 Uhr, Samstag und Sonntag jeweils 16-20 Uhr.

Speziell für Kinder, Jugendliche und Eltern wird eine Beratung unter der gleichen Telefon-nummer zu folgenden Uhrzeiten angeboten: Montag bis Freitag 9-14 Uhr.

Auch Familien sind in der aktuellen Zeit mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Weitere Informationen: https://www.psychologie.uni-frankfurt.de/Corona_Krisentelefon

Ansprechpartner in der Stadt Giessen:

https://www.giessen.de/Rathaus/Aktuelles/Aktuelle-Meldungen/index.php?&object=tx,2874.5.1&ModID=7&FID=2874.3422.1&kat=&kuo=2&k_sub=0&La=1

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Kurzarbeitergeld – Hinzuverdienen mit systemrelevantem Nebenjob erleichtert

Der Gesetzgeber hat aufgrund der aktuellen Krise die Hinzuverdienstmöglichkeiten zum Kurzarbeitergeld gelockert: Wer in systemrelevanten Branchen und Berufen unterstützt, kann finanzielle Einbußen ausgleichen.   

Erleichterte Hinzuverdienstmöglichkeiten

Vom 1. April bis zum 31. Oktober 2020 tritt eine Sonderregelung in Kraft:

Wer während der Kurzarbeit eine Beschäftigung in einem systemrelevanten Bereich aufnimmt, muss sich das dabei verdiente Entgelt nicht auf das Kurzarbeitergeld anrechnen lassen. Dabei darf das Gesamteinkommen aus noch gezahltem Arbeitseinkommen und dem Kurzarbeitergeld sowie dem Hinzuverdienst das normale Nettoeinkommen nicht übersteigen.

Regelung hilft Betroffenen von Kurzarbeit und stärkt systemrelevante Branchen und Berufe

Diese gelockerten Hinzuverdienstregelungen helfen Betroffenen im Kurzarbeitergeldbezug, finanzielle Einbußen auszugleichen. Die Nebentätigkeit ist zudem versicherungsfrei zur Arbeitslosenversicherung.

Unverzichtbar in der aktuellen Krise ist, die Menschen mit Lebensmitteln und anderen Artikeln des täglichen Bedarfs in Deutschland zu versorgen. Insbesondere Betriebe im Lebensmittelhandel und der Landwirtschaft benötigen dringend Arbeitskräfte. Durch die getroffene Sonderregelung können Menschen in Kurzarbeit systemrelevante Wirtschaftszweige unterstützen. Ob eine Branche bzw. ein Beruf systemrelevant ist, legt die sogenannte Verordnung zur Bestimmung Kritischer Infrastrukturen nach dem BSI- (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) Gesetz fest. Beispiele für Tätigkeiten, die den systemrelevanten Branchen und Berufen zuzuordnen sind, sind die medizinische Versorgung, die Versorgung von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen mit Lebensmitteln, die Versorgung mit unmittelbar lebenserhaltenden Medizinprodukten und Geräten, Apotheken, der Güterverkehr (z. B. für die Verteilung von Lebensmitteln an den Groß- und Einzelhandel), der Lebensmittelhandel (z. B. Verkauf oder Auffüllen von Regalen), die Lebensmittelherstellung (auch Landwirtschaft) sowie Lieferdienste zur Verteilung von Lebensmitteln.

Quelle: Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit vom 02.April 2020

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Wenn das Geld nicht reicht – Sicherung für Familien, Selbständige und Kurzarbeiter – Sozialschutzpaket

Ein Erklärvideo der Bundesagentur für Arbeit – Informationen zum Sozialschutzpaket auf YouTube,am 01.04.2020 veröffentlicht.

Beschreibung:

„Die Ausbreitung des Coronavirus hat spürbare Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Eine Folge sind bei vielen Menschen Sorgen um die finanzielle Existenz. Wir informieren Sie darüber, welche Unterstützung in dieser Situation der Bezug von Grundsicherung (auch genannt: Arbeitslosengeld II) für Sie sein kann. Der Zugang zu dieser finanziellen Leistung wurde durch das Sozialschutz-Paket der Bundesregierung vorübergehend erheblich erleichtert.

Link für weiterführende Informationen:
• Informationen zur Grundsicherung: https://www.arbeitsagentur.de/corona-…


• Notfall-KIZ: https://www.arbeitsagentur.de/familie

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Neues bei der Grundsicherung: Vermögensprüfung, Unterkunft, Antrag, Hotline

Der Gesetzgeber hat aufgrund der aktuellen Lage ein Sozialschutzpaket beschlossen. Es erleichtert den Zugang zu Leistungen der sozialen Grundsicherung.

Aussetzen der Vermögensprüfung

Wer zwischen dem 1. März und dem 30. Juni 2020 einen Antrag auf Leistungen der Grundsicherung stellt und erklärt, über kein erhebliches Vermögen zu verfügen, darf Erspartes in den ersten sechs Monaten behalten. Erst danach greifen wieder die bislang geltenden Regelungen für den Einsatz von Vermögen.

Übernahme der Kosten der Unterkunft

Wenn ein Anspruch auf Grundsicherung vorliegt, übernimmt das Jobcenter auch die Kosten der Unterkunft inklusive Heizung und Nebenkosten. Diese Kosten werden bei Neuanträgen, die vom 1. März bis zum 30. Juni 2020 beginnen, für die Dauer von sechs Monaten in der tatsächlichen Höhe anerkannt.

Kein Weiterbewilligungsantrag notwendig

Grundsicherungsleistungen werden in der Regel für zwölf Monate bewilligt. Für Kunden, die aktuell schon Leistungen beziehen, gilt folgendes: Für Bewilligungszeiträume, die in der Zeit vom 31. März 2020 bis einschließlich 30. August 2020 enden, werden die Leistungen automatisch weiter bewilligt. Kunden brauchen in diesen Fällen keinen Weiterbewilligungsantrag stellen.

Aktuelle Informationen, einen Überblick über die Neuregelungen in der Grundsicherung und abrufbare Anträge gibt es unter: www.arbeitsagentur.de/corona-grundsicherung

Seit heute ist auch eine Sonderhotline für Selbständige, Freiberufler und alle Betroffenen geschaltet.
Diese lautet: 0800 – 4 5555 23 und ist auch auf der Internetseite zu finden.

Folgen Sie der Bundesagentur für Arbeit auf Twitter.

Eine Gesamtübersicht der bisher erschienenen Presseinformationen der Bundesagentur für Arbeit finden Sie im Internet unter http://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/Presse/Presseinformationen/index.htm

Quelle: Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit vom 30. März 2020

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Atemmasken selbst nähen und Face Shields 3-D-drucken und spenden

Selbst genähte Atemmasken sind natürlich nicht zertifiziert und schützen auch eher Mitmenschen, als sich selbst.

Ich finde sie gut, weil dann die käuflich zu erwerbenden für die Leute bleiben, die sie wirklich dringender brauchen.

Und wenn viele Leute eine tragen, wird anscheinend insgesamt die Ansteckungsgefahr geringer, weil viele andere schützen. Und man wird gehindert, sich an Mund und Nase zu fassen.

Man kann sich selbst eine nähen und wenn man dann schon „geübt“ ist, auch welche spenden.

Denn besser als gar kein Schutz sind sie allemal.

Eine Anleitung gibt’s zum Beispiel aus Essen, wo für die Feuerwehr Masken genäht wurden:

https://media.essen.de/media/wwwessende/aemter/0115_1/pressereferat/Mund-Nasen-Schutz__Naehanleitung_2020_Feuerwehr_Essen.pdf

Eine weitere einfache, eine Variante wird sogar getackert statt genäht, gibt’s beim NDR:

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/anleitungmundschutz100.pdf

Weitere gute Anleitungen

https://naehfrosch.de/mundschutz-selber-naehen/

In Giessen werden die Masken auch eingesammelt, abgekocht und an „Menschen, die für uns alle arbeiten, aber nicht im Gesundheitsbereich arbeiten wie bspw. im Supermarkt, in Restaurants, bei den Tafeln, Freiwilligeneinrichtungen etc.“ verteilt durch den Makerspace:

https://makerspace-giessen.de/atemmasken-fuer-giessen/

In Heuchelheim kann man Masken abgeben oder Stoff spenden:

E-Mail an
mundschutz-heuchelheim@web.de

Bundesweite Website, Suche – Biete

https://maskmaker.de

Wer einen 3 D Drucker hat, kann durch das Drücken von Faceshields, also quasi durchsichtigen Plastikverkleidungen fürs Gesicht (haben Sie vielleicht schon mal bei Bildern aus Laboren gesehen), helfen.

Man druckt die Plastikteile, den Rest erledigt der Makerspace:

https://makerspace-giessen.de/faceshields/

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Filed under 3D-Drucker, Gesundheitsmanagement

Kinderzuschlag – steht er mir zu – KiZ Lotse der Arbeitsagentur


Wenn das Geld knapp ist: Der Kinderzuschlag bietet mehr. Für Alleinerziehende. Für Mamas und Papas mit wenig Einkommen. Bis zu 185 Euro pro Kind. Jetzt prüfen, ob ein Anspruch besteht.

BMFSFJ – Kinderzuschlag – was ist das?

https://www.bmfsfj.de/kiz

Ob Sie Anspruch auf Kinderzuschlag (KiZ) haben, finden Sie mit dem „KiZ-Lotsen“ heraus.

https://www.arbeitsagentur.de/familie-und-kinder/kiz-lotse

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Anzeige von Arbeitsausfall bei Kurzarbeit ONLINE – so geht’s

Kurzarbeit muss vorher „angezeigt“ werden. Wie das online geht, findet man hier:

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Filed under Arbeitgeberinnen, Personalpolitik

Aufstiegsstipendium für Berufserfahrene: Online-Bewerbung startet jetzt

Sie möchten ab Sept./Okt. 2020 studieren?

Sie haben bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung?

Dann könnte das Aufstiegsstipendium vielleicht eine gute Unterstützung für Sie sein.

Auch für den Wiedereinstieg nach der Familienphase könnte das eine interessante Möglichkeit sein.

Der Bewerbungszeitraum läuft trotz Corona:

24. März bis 8. Juni 2020

Quelle: SBB Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung, mehr:

https://www.sbb-stipendien.de/aufstiegsstipendium/aktuelles/pressearchiv/detail.html?tx_news_pi1[news]=369

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Filed under Studentinnen, Studierende

Corona-Soforthilfe für Selbstständige in Hessen

Selbstständige, Kleinstunternehmen und Mittlere Unternehmen in Hessen können einen einmaliger nicht-rückzahlbaren Zuschuss erhalten, wenn sie unmittelbar infolge der Corona-Virus-Pandemie in eine existenzgefährdende wirtschaftliche Schieflage bzw. in massive Liquiditätsengpässe geraten sind und diese nicht anders ausgleichen können.

Förderbedingungen und Quelle: Hessischer Industrie- und Handelskammertag:

https://www.hihk.de/beantragung-corona-soforthilfe-hessen-4744534

Beantragung möglich ab Freitag, 27. März 2020, 15:00 Uhr, beim Regierungspräsidium Kassel – Link: http://www.rpkshe.de/coronahilfe Bewilligungs- und Vollzugsbehörde ist das Regierungspräsidium Kassel.

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Filed under Arbeitgeberinnen

Anzeigefrist verlängert: Beschäftigung Schwerbehinderter

Es ist ein Gewinn für beide Seiten, wenn Arbeitgeber*innen Menschen mit Behinderung beschäftigen.
Betriebe ab einer bestimmten Größe müssen Schwerbehinderte beschäftigen, dies normalerweise bis Ende März anzeigen und falls sie dieser Pflicht nicht ausreichend  nachkommen eine Ausgleichsabgabe zahlen.

Die Fristen hierfür sind aufgrund der Corona-Pandemie auf Ende Juni verlängert.

Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit vom 24.März 2020:

Arbeitgeber können Anzeigen für die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen bis zum 30. Juni 2020 erstatten. Gleiches gilt für die Zahlung der Ausgleichsabgabe. Gemeinsam unterstützen die Bundesagentur für Arbeit (BA) und die Integrations- und Inklusionsämter Arbeitgeber in der aktuellen Situation bei den Anzeigen zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen. Die BA und die Integrations- und Inklusionsämter akzeptieren, dass Anzeigen für das Anzeigenjahr 2019 auch nach dem 31. März 2020 bis spätestens 30. Juni 2020 abgegeben werden. Gleiches gilt für die Zahlung der Ausgleichsabgabe. Das bedeutet, dass die BA bis zu diesem Zeitpunkt keine Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen einer verspäteten Abgabe einleiten wird und die Integrations- und Inklusionsämter für die Zeit vom 1. April bis zum 30. Juni 2020 keine Säumniszuschläge erheben werden. Die Förderung der Beschäftigung von schwerbehinderten und gleichgestellten Menschen wird dadurch nicht beeinträchtigt werden.

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Filed under Arbeitgeberinnen, Personalpolitik

Uni fällt aus oder startet (noch) nicht – BAföG kann weiterlaufen

Prüfungen verschoben, Nebenjob weg, Geld wird knapp – viele Studierende machen sich jetzt Sorgen. Das BMBF will die Not zumindest beim BAföG abmildern:

„Auch wenn Schulen und Hochschulen wegen der COVID-19-Pandemie geschlossen werden, erhalten BAföG-Geförderte ihre Ausbildungsförderung weiter. Ich möchte, dass BAföG-Geförderte in der aktuellen Ausnahmesituation Klarheit und Planungssicherheit haben. Niemand soll sich wegen der Corona-Pandemie um seine BAföG-Förderung Sorgen machen müssen.“

Das gelte auch für Studienstarter (Erstsemester).

Falls man aufgrund der Corona Krise mit der Regelstudienzeit nicht mehr zurecht komme, könnte BAföG oft auch weiterlaufen.

Die Informationen findet man hier: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: Keine Nachteile beim BAföG wegen Corona – BMBF:

https://www.bmbf.de/de/karliczek-keine-nachteile-beim-bafoeg-wegen-corona-11122.html

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Filed under Studentinnen, Studienabbruch, Studierende

Zehn Fragen und Antworten zum Thema Kurzarbeitergeld  

Was bedeutet Kurzarbeit?

Kurzarbeit bedeutet, dass für einen Teil der Beschäftigten oder alle Beschäftigten in einem Betrieb vorübergehend nicht mehr genug Arbeit da ist und sie ihre Arbeit vorübergehend verringern oder ganz einstellen müssen. Um eine Kündigung zu vermeiden, kann dann Kurzarbeitergeld beantragt werden. Das Geld entspricht ungefähr dem Arbeitslosengeld – wird aber vom Betrieb gezahlt, der das von der Arbeitsagentur erstattet bekommt. Damit wird die schlechte Auftragslage überbrückt.    

Wem hilft Kurzarbeitergeld?

Arbeitnehmer behalten ihre Jobs und Arbeitgeber werden von Lohnkosten entlastet. Unternehmen behalten auch in der Flaute ihr eingearbeitetes Personal.  

Welche Bedingungen müssen für das Kurzarbeitergeld erfüllt sein?

Es gibt ein paar wenige Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen. Kurzarbeit können Unternehmen beantragen, die aufgrund unverschuldeter wirtschaftlicher Ursachen wie Lieferengpässe bei benötigten Produktionsteilen oder anderer nicht beeinflussbarer (unabwendbarer) Ereignisse wie das Coronavirus – kurzfristig in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, – ihre Beschäftigten dadurch nicht mehr voll auslasten können, – und bei denen mindestens 10 Prozent der im Betrieb Beschäftigten mindestens zehn Prozent ihres Lohns einbüßen.  

Was ändert sich durch das Eilgesetz der Bundesregierung?

Mit den neuen Vorschriften können noch mehr Betriebe Kurzarbeit nutzen. Bisher musste mindestens ein Drittel der im Betrieb Beschäftigten von einem Arbeits- und Lohnausfall betroffen sein. Künftig reichen zehn Prozent der Beschäftigten. Hinzu kommt, dass die Bundesagentur für Arbeit nun auch die Sozialversicherungsbeiträge voll erstattet. Denn auch in Kurzarbeit sind Beschäftigte weiter in den Sozialversicherungen gemeldet. Bisher mussten die Arbeitgeber diese Beiträge in voller Höhe selbst übernehmen. Neu ist ebenfalls, dass künftig auch Leiharbeitnehmer Kurzarbeitergeld erhalten können.   Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld sind „wirtschaftliche Ursachen“ und die sogenannten „unabwendbaren Ereignisse“.

Was heißt das?

Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass Unternehmen wirklich nur im Notfall Kurzarbeitergeld beanspruchen können und nicht etwa bei normalen Betriebsrisiken. Wirtschaftliche Ursachen meinen die Einflüsse, die nicht in der Verantwortung des Betriebes liegen.  Beim Coronavirus kann von wirtschaftlichen Ursachen gesprochen werden, wenn beispielsweise Teile ausbleiben, nicht ersetzt werden können und Bänder stillstehen. Dann gibt es noch die sogenannten „unabwendbaren Ereignisse“. Dazu zählen auch Anordnungen der Gesundheitsämter, die zur vorübergehenden Betriebsschließung führen.  

Wie beantragt man Kurzarbeitergeld?

Unternehmen nehmen Kontakt mit der Agentur für Arbeit auf und schildern ihren Fall. Wenn die Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld (KUG) erfüllt sind, folgt die schriftliche Anzeige bei der Agentur. Sowohl die Mitteilung von Kurzarbeit als auch die eigentliche Antragsstellung, können online erfolgen, wenn der Arbeitgeber bei der BA registriert ist: www.arbeitsagentur.de/kurzarbeit   Um die Servicehotlines zu entlasten, ist das der wahrscheinlich pragmatischste Weg.  

Welche Unterlagen muss ich für den Antrag einreichen?

Zur Prüfung der Voraussetzungen für Kurzarbeit muss der Betrieb der Arbeitsagentur mehrere Unterlagen vorlegen. Dazu gehören zum Beispiel auch die Vereinbarung über die Einführung von Kurzarbeit mit dem Betriebsrat oder den Arbeitnehmern. Arbeitgeber sollten auch die möglichen Änderungskündigungen einreichen.  

Wie lange wird Kurzarbeitergeld gezahlt? Die mögliche Bezugsdauer beträgt zwölf Monate, aber das ist vom Einzelfall abhängig.  

Wie hoch ist Kurzarbeitergeld?

Das Kurzarbeitergeld beträgt 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns. Wenn Arbeitnehmer/innen mindestens 0,5 Kinder auf der Lohnsteuersteuer eingetragen haben, beträgt der Satz 67 Prozent.  

Reicht das Geld der Bundesagentur für Arbeit für eine schwere Konjunkturkrise aus?

Die Bundesagentur für Arbeit ist auf eine mögliche schwere Krise vorbereitet. Sie kann bei Bedarf auf Konjunkturreserven zurückgreifen. Diese liegen derzeit bei 26 Milliarden Euro.     

Videod zum Kurzarbeitergeld:

Voraussetzungen: https://www.youtube.com/watch?v=GZnn1Ra1Jxs   

Verfahren: https://www.youtube.com/watch?v=gRopyp-PEUI      

Beratung und weitergehende Informationen für Arbeitgeber: Hotline 0800 4 5555 20 (Anruf gebührenfrei; erreichbar von 8 bis 18 Uhr)  

Pressemitteilung

Nr. 029/2020 – 20. März 2020 der Agentur für Arbeit Gießen

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Filed under Arbeitgeberinnen

Go-Digital: Förderung von Homeoffice | IHK Hessen innovativ

Go-Digital ist ein Förderprogramm, mit dem die Einrichtung von Homeoffice-Plätzen finanziell unterstützt werden kann. Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn ist jetzt ohne Zuwendungsbescheid möglich.

Aufgrund der Corona Krise wurde das Programm erweitert.

Föderbar ist das Einrichten von Heimarbeits-Plätzen, zählt vor allem der Aufbau sowie das Einrichten der zugehörigen Hardware. Software, die dabei zum Einsatz kommt und über die gängigen Standards hinausgeht, ist ebenfalls förderfähig

Quelle: https://www.ihk-hessen-innovativ.de/go-digital-foerderung-von-homeoffice/

Ansprechpartner:

Felicitas von Bredow
Tel.: 030-20308-2214
E-Mail: vonbredow.felicitas@dihk.de

Johannes Melzer
Tel.: 030 203 208 2107
E-Mail: melzer.johannes@dihk.de

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Filed under Arbeitgeberinnen, Zukunft der Arbeit

Keine Info mehr verpassen – Agentur für Arbeit Giessen auf Twitter und Xing

Für interessierte Bürger*innen, Bildungsträger, Arbeitgeber*innen, Presse und Netzwerkpartner aus der Region kann es gerade jetzt sinnvoll sein, der Agentur für Arbeit Gießen auf Twitter und XING zu folgen.

Hier werden kurzfristige Änderungen sehr schnell gepostet. Infos, die z. B. über die Zentrale der Bundesagentur für Arbeit kommen, wie aktuelle Gesetzesänderungen, Verfahren bei Kurzarbeitergeld und Vieles mehr stehen so zeitnah zur Verfügung.

https://twitter.com/Agentur_Giessen

Für Unternehmen und Netzwerke kann es Sinn ergeben, sich in der Gruppe „Personal bringt weiter“ auf XING anzumelden:

https://www.xing.com/communities/groups/personal-bringt-weiter-222b-1095089/posts

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Kurzarbeitergeld Teil 2 – Verfahren – Erklärvideo

Schau dir „NEU: eServices Arbeitgeberleistung: Kurzarbeitergeld Teil 2 – Verfahren“ auf YouTube an

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Kurzarbeitergeld Teil 1 – Voraussetzungen – Erklärvideo

Schau dir „NEU: eServices Arbeitgeberleistung: Kurzarbeitergeld Teil 1 – Voraussetzungen“ auf YouTube an

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Coronavirus: Nun spricht die Risikogruppe – Gießener hat „keinen Bock aufs Sterben“

„Wir sind alle noch jung und gehen wie Du gerne in Clubs, in Bars und auf Konzerte. Worauf wir keinen Bock haben, ist sterben“, schreibt #Risikogruppe. Das sei aber gar nicht so unwahrscheinlich, wenn nicht alle in den kommenden Wochen zu Hause blieben und ihren Aktionsradius einschränkten.

https://www.giessener-allgemeine.de/giessen/coronavirus-spricht-risikogruppe-giessener-keinen-bock-aufs-sterben-13604914.html

#stayathome #FlattenTheCurve

Flatten the Curve – es dürfen nur so viele Menschen gleichzeitig schwer krank werden, wie die Krankenhäuser Kapazitäten haben. Hier verdeutlicht. Solidarität ist gefragt.

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Arbeitsagentur und Jobcenter – Zusätzliche regionale Rufnummern für Giessen, Wetterau und Vogelsberg

Die Bundesagentur für Arbeit hat zusätzliche regionale Rufnummern für den Notfall geschaltet.

Für die Landkreise Gießen, Vogelsbergkreis und Wetteraukreis gilt die Telefonnummer 0641 9393 116 (auch für Arbeitgeber).

Das Jobcenter Gießen ist erreichbar unter 0641 48016 242, das Jobcenter Wetterau in Friedberg unter 06031 6849-0 und in Büdingen unter 06042 957-0.

Die Agenturen und Jobcenter bitten darum, Anrufe auf Notfälle zu beschränken.

Alternative Online-Zugangswege finden Sie in den vorherigen Posts.

Quelle: Agentur für Arbeit Giessen

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Arbeitslosengeld und Kurzarbeitergeld – Online beantragen

Die Agenturen sind für Kunden und Kundinnen geschlossen, die Versorgung mit Geldleistungen hat Vorrang. Anträge können online gestellt werden. Hier die Infos und Links.

Anträge auf Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II – Online
Den Antrag auf Arbeitslosengeld I können Sie online stellen. http://www.arbeitsagentur.de/antrag-arbeitslosengeld

Den Neuantrag auf Arbeitslosengeld II finden Sie hier: http://www.arbeitsagentur.de/antrag-arbeitslosengeld2

Den Antrag auf Arbeitslosengeld II können Sie jederzeit formlos telefonisch oder schriftlich bei Ihrem Jobcenter stellen. Ferner haben Sie derzeit auch die Möglichkeit, Ihren bereits ausgefüllten Antrag ohne persönliche Vorsprache in den Hausbriefkasten des Jobcenters einzuwerfen.

Kundinnen und Kunden, die bereits Arbeitslosengeld II beziehen, und einen Weiterbewilligungsantrag stellen wollen, können dies online unter http://www.jobcenter-digital.de erledigen. Nach der Registrierung wird per Post eine PIN zugestellt.

Über dieses Portal können auch Veränderungen mitgeteilt werden.

 

Wie geht es?
Tutorials und Flyer zur Hilfe bei den Online-Anträgen finden Sie hier: https://www.arbeitsagentur.de/eservices

 

Kurzarbeitergeld

Informationen für Arbeitnehmer zum Kurzarbeitergeld finden Sie hier: https://www.arbeitsagentur.de/finanzielle-hilfen/kurzarbeitergeld-arbeitnehmer

Arbeitgeber finden alle Informationen zu Kurzarbeit hier: www.arbeitsagentur.de/kurzarbeit

 

Wichtige Infos für alle Kundinnen und Kunden:

– Sie müssen einen vereinbarten Termin NICHT absagen, weder telefonisch noch per Mail.
Es gibt keine Nachteile. Es gibt keine Rechtsfolgen und Sanktionen.

– Gesetzte Fristen werden vorerst ausgesetzt.

– Die Kundinnen und Kunden erhalten rechtzeitig eine Nachricht, wenn sich diese Regelungen ändern.

– Die Auszahlung der Geldleistung ist sichergestellt.

Zusätzliche regionale Rufnummern: Die Arbeitsagenturen und Jobcenter schalten derzeit auch lokale Rufnummern, da unsere zentralen Rufnummern nur sehr schlecht erreichbar sind.

Auch hier informieren wir baldmöglichst über die Medien, unter www.arbeitsagentur.de und über Aushänge.

 

Hintergrund

Die Jobcenter (gemeinsame Einrichtungen), Arbeitsagenturen und Familienkassen konzentrieren sich in der aktuellen Lage darauf, Geldleistungen wie Arbeitslosengeld I und II, Kurzarbeitergeld, Kindergeld und Kinderzuschlag sowie alle weiteren Leistungen auszuzahlen. Um dies zu gewährleisten, um die Gesundheit aller zu schützen und um die Pandemie einzudämmen, gibt es ab 18.03.2020 keinen offenen Kundenzugang in unsere Gebäude mehr. Für Notfälle wird vor Ort eine Kontaktmöglichkeit geschaffen. Wir informieren über die regionale Presse und über Aushänge über diese Möglichkeiten.

Basis: Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit vom 13. März 2020

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Telefonnetz überlastet – Anrufe bei Arbeitsagenturen und Jobcentern auf Notfälle beschränken

Aufgrund des hohen Anrufaufkommens sind die Arbeitsagenturen und Jobcenter derzeit telefonisch nur eingeschränkt erreichbar. Das Telefonnetz unseres Providers ist derzeit überlastet. Wir bitten darum, Anrufe auf Notfälle zu beschränken.

– Für alle Termine gilt: Kundinnen und Kunden müssen den Termin NICHT absagen. Es gibt keine Nachteile. Es gibt keine Rechtsfolgen und Sanktionen.

– Fristen in Leistungsfragen werden vorerst ausgesetzt. Die Kundinnen und Kunden erhalten rechtzeitig eine Nachricht, wenn sich diese Regelungen ändern.

– Die Arbeitsagenturen und Jobcenter schalten derzeit auch lokale Rufnummern. Diese werden örtlich bekannt gemacht.

Das Anrufaufkommen ist in den letzten Tagen auf das zehnfache des üblichen Niveaus gestiegen. Durch die vielen Anrufe ist das Telefonnetz unseres Providers überlastet. Aktuelle Informationen erhalten Sie auch auf Twitter. ——————————————————————

Eine Gesamtübersicht der bisher erschienenen Presseinformationen der Bundesagentur für Arbeit finden Sie im Internet unter http://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/Presse/Presseinformationen/index.htm ——————————————————————-

Quelle: BA-Presseinfo Nr: 12/2020

Dieser Pressedienst wird herausgegeben von: Bundesagentur für Arbeit Pressestelle Regensburger Strasse 104 D-90478 Nürnberg E-Mail: zentrale.presse@arbeitsagentur.de

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